Hier wird gedrechselt...!

Kleindrechslerei SwissWoodArt
Unsere Kleindrechslerei befindet sich in Lenzburg.

Wir verwenden ausschliesslich einheimische Holzarten welche wir bei den umliegenden Waldbesitzern, beim Forstamt oder im Sägewerk beziehen. Da wir meistens kleinere Holzstücke verarbeiten (bis max. ca. 40 cm Durchmesser) sägen wir das Holz auf der Bandsäge selber in Bretter und Bohlen und lagern dieses zwischen 2 bis 5 Jahren, bis es den notwendigen Trockenheitsgrad erreicht hat, vor Ort in unserem Holzlager ein.

Für genügend Holz - hier u.a. je 1 Meter x 20 cm Bohlen aus einheimischer Weymouth-Kiefer sowie diverse zugeschnittene Schalenrohlinge (Ahorn, Buche, Eiche, Linde, Esche, Tanne) - ist gesorgt, wenn Sie jedoch über Holz (Äste, Bretter, Bäume) verfügen, welches Sie nicht mehr benötigen und uns gratis, günstig oder gegen ein angemessenes Produkt aus unserem Shop überlassen möchten, dann treten Sie doch bitte unverbindlich mit uns in Kontakt....
 
Schleifen:
Das wichtigste beim Drechseln wie auch beim Schnitzen sind rassiermesserscharfe Schneiden. Beim Drechseln wird mit dem Drehstahl geschnitten - nur ausnahmsweise auch einmal geschabt. Nur mit scharfen Schneiden ist die von uns angestrebte feine Oberfläche unserer Produkte, ohne danach noch gross mit Schleifpapier nachhelfen zu müssen überhaupt erst erzielbar... Mit der speziellen Schleifmaschine werden die Drehstähle periodisch nachgeschliffen und poliert.
 

Arten von Drehstählen:
Für die verschiedenen Arbeitsgänge gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Drehstählen. Z.B. wird für das Runddrehen von Ästen aus dem Wald die Schruppröhre verwendet. Für das Ausdrehen der Schalen (sogenanntes Querdrechseln) werden die Schalenröhren verwendet. Für das Abstechen der fertig gedrehten Arbeiten werde spezielle Abstech-Stähle verwendet. Obwohl schneidend gedrechselt wird, benötigt man für gewissen Arbeitsgänge auch einmal ein schabendes Werkzeug (z.B. für das Glätten von geraden Schalenböden). Für die Erstellung von feinen Gewinden z.B. für Dosen und Deckel werden die Gewindesträhler verwendet. Weiterhin gibt es spezielle Hacken für das Ausdrehen von sehr engen Gefässen und zum Erstellen von bauchigen Schalen oder Gefässen.
 
 
 
 
Die Drehbank:
Die Drehbank, ist ein schweres Geschütz aber denoch können auch kleinste Teile - wie hier ein Brieföffner-Rohling - mit den entsprechenden Spannbacken im Record-Spannfutter problemlos bearbeitet werden...
 
Nussbaum-Schale für den Finish auf ein Scheibensegmet montiert. Hierbei wird die Vertiefung im Boden, welche für das bisherige Aufspannen der Schale nötig war, aus ästhetischen Gründen noch 'weg-'gedrechselt..
 
Die Bandsäge:
Neben der Drehbank ist die Bandsäge wohl das meist verwendete Hilfsmittel. Aus Sicherheitsgründen wird immer mit SUVA-Schiebehölzern gearbeitet...

Rechterhand sehen Sie einige Brieföffner-Halbfabrikate (Holz = Kirsche), es fehlt noch der gedrechselte Griff...
 

Diesen Super-Schalenrohling (Durchmesser 37 cm, Höhe 17 cm) in Weymouth-Kiefer konnte ich mit der Kettensäge und danach mit der Bandsäge zwar ohne Probleme in Form bringen, aber oh Schreck, die Drechselbank hat eine maximale Spitzenhöhe von 35 cm....!
Damit wird es wohl Zeit, die schon lange vorhandene Aussendreheinrichtung einmal in Betrieb zu nehmen um die Schale noch rechtzeitig auf Weihnachten fertigzustellen.
 
Die Schleifmaschine:
Auch geschliffen wird nicht mehr alles von Hand. Hier wird ein Brieföffner-Rohling in Form geschliffen um nachher noch in den gedrechselten Griff eingepasst zu werden. Für die Brieföffner-Rohlinge werden ausschliesslich die Anschnitte vom Astholz von Obstbäumen (Kirsche, Apfel, Zwetschge, Birne) verwendet, welche sonst üblicherweise bei mir im Brennholz landen würden.
 

Ordnung auf kleinstem Raum:
Und was haben wir schon früh gelernt ? 'Ordnung ist das halbe Leben....' und recht hatten Sie halt schon, auf klein(st)em Raum gilt dieses Prinzip um so mehr!